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Augen auf beim Bäume pflanzen!

Alles was Sie zur Baumspende wissen müssen.

Augen auf beim Bäume pflanzen

Autokonzerne, Fluggesellschaften und Einzelhändler: viele Unternehmen wollen durch Baumspenden für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Das Pflanzen von Bäumen wird als Universallösung angepriesen. Nicht nur beim Klimawandel soll es Abhilfe schaffen, sondern auch Wasserknappheit, Wüstenbildung und dem sechsten Massensterben der Erde entgegenwirken.

Ein differenzierter Blick auf das Thema „Nachhaltigkeit durch Bäume pflanzen”

Hier lohnt sich ein differenzierter Blick. Dass das Pflanzen von Bäumen dem Klimawandel und dem Artensterben etwas entgegensetzen kann, lenkt von den eigentlichen Problemen des Klimawandels ab: Verbrennung fossiler Energieträger und Rodung von Urwäldern. Dazu kommt, dass die neu entstandenen Wälder für mehrere Jahrzehnte bestehen müssen, um erfolgreich CO² zu kompensieren - gewährleisten kann man das nicht. Und trotzdem werden für Baumpflanzprojekte CO²-Zertifikate  ausgestellt, wodurch die eigenen Emissionen ausgeglichen sein sollen.

In einer Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich wird dieser Gedanke 2019 noch verstärkt. Dort heißt es, dass durch das Pflanzen von einer Billion Bäume zwei Drittel der bislang vom Menschen verursachten Emissionen ausgeglichen werden  können. Aufforstung wird als effektivste Methode gegen die Klimakrise bezeichnet. Aber sogar Tom Crowther, der Autor, distanziert sich inzwischen davon und kritisiert die undifferenzierte Aussage in der Studie.

Wälder richtig schützen

Denn: Wald ist nicht gleich Wald. Um Wälder richtig anzulegen, ist grundlegendes, ökologisches Wissen erforderlich, das viele Menschen nicht besitzen. Die Folgen sind verheerend: Werden Wälder nicht richtig angelegt, sind sie leichter anfällig für Schädlinge und Waldbrände. Oft ist es laut Experten die beste Idee, die Natur in Ruhe zu lassen. Durch diese Maßnahme schafft sich die Natur am besten und von ganz allein ein nachhaltiges Ökosystem. Daher raten viele Experten dazu, lieber bestehende Wälder zu schützen anstatt neue Bäume zu pflanzen.

Bäume zu pflanzen darf kein “Selbstzweck” sein!

Wenn dann trotzdem neue Bäume gepflanzt werden, geschieht dies oft ohne die notwendige Recherche. Es wird nicht darauf geachtet, welche Baumarten sich für die örtlichen Gegebenheiten eignen, wie lange die Bäume wachsen dürfen und was hinterher mit dem Holz gemacht wird. Als Konsequenz dessen kommt es zu Wasserknappheit und zur Vernichtung von Ackerflächen und teilweise sogar Naturwäldern. Der zweite große Fehler ist es, die ortsansässigen Bewohner nicht mit einzubeziehen. Wenn dieser Faktor bei der Planung von Projekten nicht beachtet wird - was oftmals der Fall ist - führt das schnell zu Konflikten mit den Bewohnern. Das kann sogar soweit gehen, dass gepflanzte Bäume wieder abgeholzt werden müssen.

Bäume bringen Hoffnung - wenn man die Baumspende richtig angeht.

Ist Bäume pflanzen dann per se eine schlechte Idee? Auch darauf gibt es eine differenzierte Antwort. Der wichtigste Faktor ist hierbei, dass Natur und Mensch gleichermaßen von den Pflanzungen profitieren können. Das ist beispielsweise durch einheimische Baumarten möglich, die dann auch einen Nutzen für die Bevölkerung haben. Außerdem darf die Pflanzung auf keinen Fall mit der Nahrungsproduktion konkurrieren. Projekte, bei denen Bäume auf degradiertem Land gepflanzt werden sind meist am erfolgreichsten, so wird das Beste aus sonst nicht mehr nutzbaren Flächen gemacht. Wenn alles stimmt, dann binden Waldflächen nicht nur große Mengen an CO², sondern bieten Lebensraum für bedrohte Tierarten. Sie produzieren gleichzeitig Früchte, Nüsse und Öl und sind so ein essentieller Faktor in der Einkommenssicherung der Bevölkerung.

Wenn gewisse Faktoren beim Pflanzen von Bäumen also beachtet werden und man die Projekte für die man spendet genau unter die Lupe nimmt, kann das Pflanzen von Bäumen ein guter erster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit sein.

Eine Organisation, die Wert auf nachhaltige Aufforstung legt und dabei tatsächlich der Umwelt hilft ist Plant-My-Tree. Seit 2007 setzt sich Plant-My-Tree für nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz durch das Pflanzen von Bäumen ein.

Bei der Aufforstung wird sich auf zwei Gebiete konzentriert. Einmal wird sich um die Erstaufforstung von Gebieten bemüht, die vorher anders genutzt wurden. Außerdem wird Waldschutz und Waldumbau auf Flächen betrieben, die durch Krankheiten oder klimatische Veränderungen zerstört wurden. Dazu kommt, dass die Projektlaufzeiten mindestens 99 Jahre betragen, in denen weder Abholzung noch wirtschaftliche Nutzung auf den Flächen erfolgen soll.

Der Fokus auf die Nutzung geeigneter Flächen und die lange Projektlaufzeit ermöglicht es, langfristig Klimaschutzziele durch die Aufforstung zu erreichen. Plant-My-Tree ermöglicht so Baumspenden, die tatsächlich eine signifikante positive Wirkung haben.

Wir bei CANDIS haben zum Earth Day 2021 mit Plant-My-Tree für alle unsere Mitarbeiter einen Baum gepflanzt - und planen aktuell, dieses Projekt weiter auf Kunden und Partner auszuweiten.

Bäume pflanzen ist ein guter Anfang - und dann?

Die gespendeten Bäume sind also gepflanzt, und wie geht es jetzt weiter? Im besten Fall mit mehr Schritten in Richtung Nachhaltigkeit. Wie - das ist jedem selbst überlassen, Möglichkeiten gibt es hier genug. Von der Ermutigung zum Home Office über das Recycling von elektronischen Geräten bis hin zur Nutzung von Zügen statt Flugzeugen bei Dienstreisen ist für jeden etwas dabei.

Und wussten Sie zum Beispiel, dass durch die Umstellung auf digitales Rechnungsmanagement signifikant CO²-Emissionen eingespart werden können? Lesen Sie unseren Artikel dazu, Mehr Umweltschutz durch digitales Rechnungsmanagement, und lassen sich inspirieren.

Begleiten Sie uns auf unserer Reise in eine umweltschonende Zukunft und machen Sie ihr Unternehmen mit CANDIS noch heute nachhaltiger!

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Katja Crusius

Marketing Intern

Katja ist Content Writerin bei CANDIS. Sie hat gerade erfolgreich ihr Studium in Wirtschaft und Politik abgeschlossen, in dem sie umfassendes Wissen in den Bereichen Finanzen und Künstliche Intelligenz gesammelt hat. Durch ihr vielseitiges Engagement auch außerhalb des Studiums hat sie zudem langjährige Erfahrung im Schreiben und in der Öffentlichkeitsarbeit.

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