Einkommensteuererklärung – Angaben zum Einkommen

Die schriftliche Erklärung eines Steuerpflichtigen über seine Einkommensverhältnisse wird Einkommensteuererklärung genannt. Anhand der Angaben auf der Steuererklärung ermittelt das Finanzamt die zu zahlende Einkommensteuer. Ist die bereits geleistete Steuervorauszahlung höher als die tatsächlich errechnete Steuersumme, erstattet das Amt den Unterschiedsbetrag. Eine Einkommensteuererklärung kann verpflichtend, aber auch freiwillig abgegeben werden. Die aus der Einkommensteuer resultierenden Einnahmen für den Staat decken beinahe ein Drittel der bundesweiten Steuereinnahmen.

Wen betrifft die Einkommensteuererklärung?

Während der Arbeitgeber die Lohnsteuer monatlich für den Arbeitnehmer an das Finanzamt zahlt, ist die Einkommensteuererklärung nur für manche Steuerzahler Pflicht. Folgende Personengruppen sind laut § 46 Abs 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes zu einer Einkommensteuererklärung verpflichtet:

Ebenfalls zur Abgabe verpflichtet sind folgende Personengruppen, wenn ihr Einkommen aus dem jeweiligen Bereich über dem Steuerfreibetrag liegt:

Der Steuerfreibetrag steigt von Jahr zu Jahr:

Ab wann lohnt sich die freiwillige Einkommensteuererklärung?

Neben den eben genannten Personengruppen können aber auch alle anderen Arbeitnehmer, die Lohnsteuer zahlen, eine Einkommensteuererklärung abgeben. Auf diese Weise machen Steuerpflichtige einen möglichen Anspruch auf Steuerrückzahlungen geltend, wenn sie zuvor zu viele Steuern gezahlt haben. Es lohnt sich außerdem, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben, um Vorsorgemaßnahmen, Werbekosten oder andere Sonderausgaben von der Einkommensteuer absetzen zu können. Freiwillige Steuererklärungen können, im Gegensatz zu verpflichtenden, zurückgezogen werden.

Wann mit einer eventuellen Steuerrückzahlung oder Steuernachzahlung zu rechnen ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Der Zeitpunkt hängt beispielsweise davon ab, wie kompliziert der Sachverhalt ist und wo der oder die Steuerpflichtige wohnt. Das Finanzamt darf sich nach Abgabe der Steuererklärung maximal sechs Monate Zeit mit der Bearbeitung lassen. Nachfragen durch das Amt sowie das Nachreichen von Unterlagen verschieben die Frist des Steuerbescheids nach hinten.

Aufbau und Regeln

Steuererklärungen müssen vor dem 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt abgegeben werden. Ab 2019 haben Sie allerdings zwei Monate mehr Zeit; das heißt für das Jahr 2018 gilt der 31. Juli 2019. Die Einkommensteuererklärung erstellt der Steuerpflichtige selbst oder sein Bevollmächtigter wie zum Beispiel ein Steuerberater. Im zweiten Fall besteht ebenfalls eine verlängerte Abgabefrist bis zum 28./29. Februar des zweiten Folgejahres.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog im Artikel „Steuererklärung, Grundfreibetrag, Krankenversicherung: Das ändert sich 2019“.

Entspricht das Geschäftsjahr eines Einzelunternehmers und Gesellschafters einer Personengesellschaft nicht dem Kalenderjahr, muss die Einkommensteuerklärung innerhalb der nächsten fünf Monate nach Ablauf des Geschäftsjahrs beim Amt eingehen. Die bereits angegeben Fristen gelten allerdings nur für Personen, die zu einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind. Bei freiwilliger Abgabe beträgt die gestattete Zeitspanne zur Abgabe vier Jahre nach Ablauf des entsprechenden Kalenderjahres.

Die Einkommensteuererklärung kann auf den amtlichen Vordrucken oder online über eine Software wie das ELSTER Steuersystem eingereicht werden. Allerdings können nur noch Privatpersonen ihre Steuererklärung in Papierform abgeben; Unternehmer müssen ihre online einreichen. Es gilt außerdem unbedingt, alle relevanten Vorlagen korrekt auszufüllen, sonst droht ein Bußgeld, wenn aufgrund der Zurückweisung des Finanzamts die Abgabefrist überschritten wird.

Bei einer Abgabe in schriftlicher Form gelten folgende Kriterien:

Neben dem immer auszufüllenden Mantelbogen stehen – je nach Art der Beschäftigung – zahlreiche Anlagen zur Wahl:


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