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Google Ads Rechnungen buchen - so geht's

Google macht Buchhalter:innen und Steuerberater:innen das Leben schwer. Besonders die Google Ads Rechnung sorgt häufig für Verwirrung. Wir erklären, wie die Rechnung verbucht wird.

Der neue Monat hat begonnen und ihr möchtet die Buchungen für den vergangenen Monat endlich abschließen. Alle Belege sind gebucht, nur einer wartet noch darauf, endlich in die Buchhaltung aufgenommen zu werden: Die Google Adwords Rechnung. Sie weist meist einen anderen Betrag auf, als die Kreditkartenabrechnung oder das Bankkonto. Grund dafür ist Googles Credit-System, das für Adwords genutzt wird. Google geht mit seinem Dienst Ads, der früher Adwords hieß, in Vorleistung und verbucht die erbrachte Leistung erst am Ende des Monats. Auf der Rechnung wird daher ganz oben der Betrag aufgeführt, der für die Leistung im vergangenen Monat gefordert wird.

Das ist jedoch nicht alles, was ihr auf der Rechnung seht. Nach der aktuellen Forderung wird in einem zweiten Absatz der sogenannte Zahlungsausgleich aufgeführt. Die hier genannte Summe ist der Betrag, den ihr bereits an Google bezahlt habt. Dabei handelt es sich um einen mit Google vereinbarten Betrag, der automatisch von eurem Konto abgezogen wird.

Google Adwords-Rechnung

Der Betrag der Rechnung beträgt 3.398,14€. Der bereits geleistete Zahlungsausgleich beträgt 3.000,00€.

Wo finde ich meine Google Ads-Rechnung?

Die Rechnung für Googles Anzeigendienst findet ihr in eurem Adwords-Account. Dazu müsst ihr nach dem Login lediglich im oberen Menü auf die Option „Tools“, die mit einem Schraubenschlüssel gekennzeichnet ist, klicken. Dort wählt ihr ganz rechts die Option „Abrechnung und Zahlungen“, die sich unter dem Punkt „Einrichtung“ befindet. Hier könnt ihr den Punkt Transaktionen und Dokumente abrufen wählen und eure Rechnung für den vergangenen Monat herunterladen, oder auch ausdrucken. Die Rechnung für den letzten Monat steht immer ab dem ersten Tag des Folgemonats bereit. Ihr könnt diese unter „Rechnung mit EU-Umsatzsteuer“ herunterladen.

Einfacher geht’s mit CANDIS. Mit unserer intelligenten, KI-gestützten Buchhaltungssoftware braucht ihr keine einzige Google Adwords-Rechnung mehr herunterladen oder ausdrucken. Lasst eure Rechnungen einfach vollautomatisch in eurer Buchhaltungsprogramm downloaden. So habt ihr direkt alle Belege an einem Ort!

Google Rechnungen in DATEV buchen

Üblicherweise werden Rechnungen für Google AdWords bei DATEV als Werbeaufwand im Konto 4600 – Werbekosten (im SKR 03) bzw. 6600 – Werbekosten (im SKR 04) verbucht. Möchtet ihr Werbekosten detaillierter darstellen, lohnt es individuelle Aufwandskonten zu vergeben, z.B. als „4601 – Google AdWords“. Vorteil: Individuelle Konten können frei benannt werden und ermöglichen einen detaillierteren Einblick in die Ausgaben und damit ein besseres Controlling.

Vorsicht bei der Umsatzsteuer

Die Rechnung für Google Ads wirft ein weiteres Problem auf: Da Google seinen Sitz in den USA hat, berechnet der Konzern keine Mehrwertsteuer. Diese ist aber natürlich trotzdem fällig. Hier kommt das Reverse-Charge-Verfahren zum Einsatz. Bei dieser Schuldumkehr ist nicht die verkaufende Person dazu verpflichtet, die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen, sondern die kaufende Person. Das bedeutet, dass ihr zusätzlich zu dem Rechnungsbetrag, der an Google gezahlt werden muss, auch die Mehrwertsteuer verbuchen müsst.

Die Umsatzsteuer muss auf das Konto 1787 (SKR 03) bzw. 3837 (SKR 04) „Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19 %“ gebucht werden. Die Gegenbuchung erfolgt dann auf das Konto 1577 (SKR 03) bzw. 1407 (SKR 04) „Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19 %“.

So bucht ihr eine Google Adwords-Rechnung von Google im SKR 03 inkl. Reverse Charge:

beispiel-verbuchung

So rechnet Google ab

Jeder Monat startet bei Google mit einem Anfangssaldo, in unserem Beispiel sind es 90€. Dieser Saldo wurde aus dem vorherigen Monat übertragen. Sobald die Werbeausgaben das Guthaben übersteigen, lädt Google das Konto per Bankeinzug oder Kreditkarteneinzug automatisch auf. In unserem Beispiel ist das nach zwei Werbeschaltungen á 50€ der Fall.
Am Ende des Monats bleibt ein Endsaldo übrig, der dann als Anfangssaldo in den neuen Monat übertragen wird. In unserem Beispiel sind es 40€.

google rechnungsschema

Fazit: Google Ads Rechnung richtig buchen

Besonders wichtig ist, dass ihr bei der Buchung der Google Adwords-Rechnung beachtet den tatsächlich gezahlten Betrag und nicht nur den Rechnungsbetrag zu buchen. Ihr solltet außerdem darauf achten, dass ihr die Umsatzsteuer beim Finanzamt anmeldet und abführt. Zahlt ihr selbst Umsatzsteuer, könnt ihr diese auch direkt als Vorsteuer gelten machen.

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CANDIS Team

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